Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe: Die besten Hilfsmittel für Alltag und Pflege

Medizinische Kompressionsstrümpfe (MKS) sind die wirksamste Waffe gegen Venenleiden, Ödeme (Lipödem / Lymphödem) und offene Beine. Ihre therapeutische Wirkung beruht auf hohem Druck – was das An- und Ausziehen jedoch besonders für ältere Menschen oder Patientinnen mit Bewegungseinschränkungen zu einer echten Hürde macht. Spezielle Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe schaffen hier Abhilfe.

Warum ist eine Anziehhilfe so wertvoll?

  • Schutz für die Haut: Verhindert Hauteinrisse und Schürfwunden an empfindlichen Beinen.
  • Schonung des Strumpfgewebes: Das feine Gestrick (ob Rund- oder Flachstrick) wird nicht überdehnt oder durch Fingernägel beschädigt.
  • Erhalt der Selbstständigkeit: Betroffene können ihre Kompressionsstrümpfe ohne fremde Hilfe an- und ablegen.
  • Ergonomie für Pflegende: Deutliche Entlastung von Rücken und Händen für Pflegefachkräfte im Alltag.

Die gängigsten Arten von Anziehhilfen im Vergleich

1. Gleithilfen aus reibungsarmem Segeltuch (z. B. Easy-Slide®, Magnide®)

  • Funktionsweise: Das ultraglatte Material wird über den Fuß gezogen. Der Kompressionsstrumpf gleitet nahezu widerstandslos darüber und die Gleithilfe wird anschließend nach vorne herausgezogen.
  • Ideal für: Offene und geschlossene Strumpfspitzen, transportabel für unterwegs.

2. Metallgestelle / Einstieghilfen (z. B. medi Butler®, Juzo Easy Fit)

  • Funktionsweise: Der Strumpf wird über das stabile Gestell vorgedehnt. Der Fuß wird hineingestellt und das Gestell an langen Griffen nach oben gezogen.
  • Ideal für: Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit in Hüfte oder Knie, die sich nicht bis zu den Füßen bücken können.

3. Spezialhandschuhe mit Noppenprofil

  • Funktionsweise: Griffige Gumminoppen an den Handflächen ermöglichen das exakte, faltenfreie Hochmassieren des Strumpfes am Bein, ohne am Rand zu reißen.
  • Tipp: Sollten bei jedem Anziehvorgang zusätzlich verwendet werden!

Übernahme durch die Krankenkasse (Hilfsmittelnummer)

Wenn Patienten aufgrund von Kraftlosigkeit, Adipositas, Rheuma oder Wirbelsäulenproblemen die Kompressionsstrümpfe nicht selbstständig anziehen können, kann der behandelnde Arzt eine Anziehhilfe auf Kassenrezept (Muster 16) verordnen. Achten Sie darauf, dass auf dem Rezept die medizinische Diagnose und die genaue Hilfsmittel-Positionsnummer vermerkt sind.

Medizinischer Hinweis: Dieser Fachartikel dient ausschließlich der Information und allgemeinen Aufklärung. Er ersetzt keinesfalls die professionelle Diagnose, Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt oder zertifizierte Wundexperten.

*Hinweis: Dieser redaktionelle Inhalt und die begleitenden Bildvisualisierungen wurden mit Unterstützung moderner KI-Systeme erstellt und orientieren sich an aktuellen medizinischen Leitlinien (AWMF / ICW).

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