Akne inversa im Frühstadium: Symptome erkennen und richtig handeln

Akne inversa beginnt häufig mit schmerzhaften, tief sitzenden Knoten. Die Veränderungen treten oft in Hautfalten auf, zum Beispiel in den Achselhöhlen, der Leiste oder im Genital- und Gesäßbereich.

Typische frühe Anzeichen

  • wiederkehrende schmerzhafte Knoten
  • entzündliche Schwellungen in Hautfalten
  • Abszesse, die immer wieder an ähnlichen Stellen auftreten
  • eitrige Sekretion
  • später mögliche Narben oder Fistelgänge

Warum wird Akne inversa häufig spät erkannt?

Ein einzelner Knoten wird häufig als Pickel oder gewöhnlicher Abszess eingeordnet. Entscheidend sind deshalb Wiederholung, typische Körperregionen und der weitere Krankheitsverlauf.

Akne inversa oder normaler Pickel?

Ein gewöhnlicher Pickel sitzt häufig oberflächlicher und verschwindet wieder. Bei Akne inversa entstehen oft tiefer liegende, schmerzhafte Entzündungen, die wiederkehren und im Verlauf Narben oder Fistelgänge verursachen können.

Was sollten Betroffene tun?

Bei wiederkehrenden entzündlichen Knoten sollte eine dermatologische Untersuchung erfolgen. Eine frühe Diagnose ermöglicht eine strukturierte Beurteilung der Krankheitsaktivität und die Planung einer passenden Behandlung.

Wie wird die Krankheitsaktivität beurteilt?

Die aktuelle S2k-Leitlinie berücksichtigt unter anderem den IHS4-Score zur Beurteilung der entzündlichen Krankheitsaktivität. Zusätzlich spielen Beschwerden, Narben, Fistelgänge und der Verlauf eine wichtige Rolle.

Fazit

Wiederkehrende schmerzhafte Knoten in typischen Hautregionen sollten nicht dauerhaft als einzelne Abszesse betrachtet werden. Eine dermatologische Abklärung ist sinnvoll, wenn solche Veränderungen wiederholt auftreten.

Quelle: AWMF, S2k-Leitlinie Hidradenitis suppurativa / Acne inversa

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