Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Typisch sind wiederkehrende schmerzhafte Knoten, Abszesse, Fistelgänge und Narben, häufig in den Achselhöhlen, der Leiste und anderen Hautfalten.
Wie wird Akne inversa behandelt?
Inhaltsübersicht:
ToggleDie Behandlung richtet sich nach Krankheitsaktivität, Ausdehnung, Beschwerden und bisherigen Behandlungsergebnissen. Die aktuelle S2k-Leitlinie der AWMF liegt in Version 6.0 vor. Sie wurde am 20. August 2024 veröffentlicht, hat den Stand 1. Mai 2024 und ist bis 30. April 2029 gültig.
Diagnose und Krankheitsaktivität
Für die Beurteilung der entzündlichen Aktivität wird unter anderem der IHS4-Score eingesetzt. Zusätzlich sind Krankheitsverlauf, Narben, Fistelgänge, Schmerzen und die Auswirkungen auf den Alltag relevant.
Medikamentöse Behandlung
Je nach Ausprägung kommen unterschiedliche Medikamente infrage. Dazu gehören unter anderem Antibiotika in bestimmten Situationen sowie zugelassene systemische Therapien bei aktiver mittelschwerer bis schwerer Erkrankung. Adalimumab, Secukinumab und Bimekizumab haben in der EU zugelassene Anwendungsgebiete für bestimmte Patientengruppen mit Hidradenitis suppurativa. Die Auswahl und Überwachung erfolgen ärztlich.
Operative Behandlung
Bei ausgeprägten, wiederkehrenden Läsionen, Fistelgängen oder Narben können operative Verfahren Bestandteil der Behandlung sein. Die Wahl richtet sich nach Lage, Ausdehnung und Krankheitsaktivität.
Ergänzende Behandlung
Begleitende Maßnahmen richten sich nach den individuellen Beschwerden und Risikofaktoren. Dazu gehören geeignete Hautpflege, Schmerzbehandlung und die Behandlung weiterer Erkrankungen. Rauchen und Übergewicht sollten im Rahmen der individuellen Versorgung ebenfalls angesprochen werden.
lAight® und Akne inversa
Physikalische Verfahren werden ebenfalls eingesetzt. Die Eignung hängt vom individuellen Befund ab. lAight® kombiniert intensiv gepulstes Licht mit Radiofrequenz. Die konkrete Indikation und der Therapieplan sollten durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal festgelegt werden.
Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?
Bei wiederkehrenden schmerzhaften Knoten, Abszessen, Fistelgängen oder Narben in typischen Körperregionen sollte eine dermatologische Abklärung erfolgen. Akne inversa wird anfangs häufig mit einzelnen Abszessen verwechselt.
Fazit
Akne inversa benötigt eine langfristige und individuell abgestimmte Behandlung. Die aktuelle S2k-Leitlinie bietet den fachlichen Rahmen. Welche Therapie im Einzelfall geeignet ist, hängt vom Krankheitsbild und der ärztlichen Beurteilung ab.
Quelle: AWMF, S2k-Leitlinie Hidradenitis suppurativa / Acne inversa






